Über das Atelier

Eine Geschichte vom Bruch.

Faille — Französisch für Bruch, Verwerfung, Riss im Gestein. Die Linie, an der sich zwei Schichten verschieben. Die feine Naht, an der etwas, das fest sein wollte, nachgibt.

Warum Faille.

Wir haben den Namen nicht gewählt, weil er hübsch klingt. Sondern, weil das, was uns interessiert, fast immer an einem Bruch passiert. Da, wo Beton auf Tageslicht trifft. Wo eine Farbfläche an ihren Rand stößt. Wo das, was geplant war, mit dem, was sich ereignet, ins Gespräch kommt.

Ein gespanntes Canvas ist auch ein Bruch — ein Moment, in dem flüssige Tinte zu einem ruhigen Bild auf der Wand wird. Eine kleine Verwerfung im Raum, die danach nicht mehr derselbe ist.

Wie wir arbeiten.

Atelier Faille ist kein Endlos-Katalog. Wir kuratieren — nicht, weil das ein Verkaufsargument ist, sondern weil wir gar nicht anders können. Jede Kollektion beginnt mit einer Frage. Aus dieser Frage entstehen Werke, die wir wochenlang ansehen, einreichen, verwerfen, neu beginnen. Was übrigbleibt, geht in den Shop.

Wir nennen unseren Prozess studio-developed. Das heißt: Die Komposition, der Schnitt, die Lichtführung, die Farbtemperatur — alles entsteht im Atelier. Den Druck und die Spannung auf den Keilrahmen übernimmt unser Produktionspartner in einem dezentralen Netzwerk, damit dein Werk so kurz wie möglich unterwegs ist.

Material.

Matte Leinwand aus Baumwoll-Polyester-Mischgewebe, 333 g/m², mit spezieller Beschichtung für tiefe, langlebige Drucke. UV-resistente Pigmenttinte. Kiefernholz-Keilrahmen aus Radiata-Pine, verantwortungsvoll aus erneuerbaren Wäldern bezogen, 1,9 cm Profiltiefe. Sägezahn-Aufhänger und Gummi-Eckpuffer für stabilen Sitz an der Wand sind vormontiert.

Wir verzichten bewusst auf laute Materialversprechen. Was zählt, ist, dass das Werk in zehn Jahren immer noch hängt — ohne dass es nachgespannt, nachgerahmt oder nachgekauft werden muss.

Was wir nicht sind.

Kein POD-Shop. Kein Endlos-Katalog. Keine generischen Drucke. Niemals Zitatposter, niemals Tier-Pop-Art, niemals Nordic-Klischees.

Wenn ein Werk nicht trägt — wenn es nur „dekoriert" — kommt es nicht in den Shop. Wir glauben, dass Räume Stille brauchen, nicht Lautstärke. Und dass die beste Wandkunst nicht auffällt, sondern bemerkt wird.

„Die schönsten Räume haben einen Bruch. Eine Ecke, die nicht ganz passt. Eine Farbe, die zu warm ist. Ein Werk, das fragt. Wir machen die Werke, die fragen."

Atelier.

Atelier Faille wird geführt von Luis Dittmann aus Schleswig-Holstein. Geschäftlich firmiert das Studio als Luis Dittmann Designs. Versand und Korrespondenz erfolgen aus Schwentinental — siehe Impressum.

Fragen, Wünsche, Sonderanfertigungs-Anfragen? info@atelier-faille.de — wir antworten persönlich, meist innerhalb von 24 Stunden.