Halbschatten

Halbschatten ist keine Botanik und keine Landschaft. Die zwölf Arbeiten der Kollektion zeigen weder Pflanze noch Blatt, stattdessen das, was von beidem übrig bleibt, wenn Licht dazwischenkommt. Ein Hauch Salbeigrün über warmem Weiß. Ein Geflecht feiner Adern, kaum sichtbar. Ein Schatten, der sich über die Fläche legt, als hätte jemand kurz eine Hand vor eine Lichtquelle gehalten und sie wieder weggezogen. Die Palette bewegt sich zwischen gedämpftem Salbei, Olive, Pierre-Grau und Sable, immer auf warmem Weiß als Grund, der das Licht hält statt es zu brechen. Manche Werke sind kaum da: ein erster Farbschleier, eine angedeutete Form. Andere setzen einen einzelnen Akzent, der den Raum um sich herum verändert. Was die zwölf Arbeiten verbindet, ist keine Motivik, sondern eine Haltung, die Entscheidung, das Unausgesprochene zu zeigen statt das Offensichtliche. Halbschatten funktioniert nicht als Dekoration. Es funktioniert als Gegenüber, das Stille im Raum erzeugt.

0 Werke

Keine Werke gefunden

Bald gibt es neue Werke aus dem Atelier.